2026 Mai – Hochzeitsreise – Schweden um den Siljansee herum

2026 Mai – Hochzeitsreise – Schweden um den Siljansee herum
Tourlänge laut Tracking: 3960 Km / laut open streetmap 4417.6km / laut tacho:

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Gesamtstrecke

Tag 1 – Dienstag, 19. Mai
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Übernachtungsziel: Fænø Odde Rastplads, Oddevejen 6 bei Middelfart auf Fünen (GPS N55°29’40“ E9°42’14“) – mit Entsorgungs-WC-Häuschen

Ausweichplatz: Parkplatz am Naturcenter Hindsgavl und am Bridgewalking Lillebælt Welcome Center, Galsklintvej 2, Middelfart (GPS 55.510733, 9.700376)

 

Es ist Mitte Mai, und wenn der T-Rex jetzt nicht bald wieder auf die Bahn kommt, muss die nächste Ziege dran glauben (schönen Gruß aus dem Jurassic Park). Das wollen wir natürlich nicht. Also starten wir durch, diesmal wieder Kurs Nord mit erstem Zwischenstopp in Dänemark. Dort sind Gratis-Stellplätze – noch dazu in idyllischer Lage – eher rar gesät. Wir haben trotzdem einen auf der Karte ausfindig gemacht: Fænø Odde Rastplads. Leider kein Geheimtipp mehr, wie wir feststellen müssen. Alle sieben 24-Stunden-Plätze für Womos schon belegt. Ach, wäre das ein schönes Plätzchen gewesen, direkt am Wasser, das an diesem sonnigen Abend sogar zu einem Bad eingeladen hätte. Wir stellen uns kurz quer in die vorgeschaltete Drei-Stunden-Bucht, um zumindest noch ein bisschen Atmosphäre einzusaugen. Ein Begrüßungskomitee in Gestalt eines Enten-Pärchens ist auch schon auf dem Weg zu uns. Füttern lassen wir aber mal lieber. Außerdem müssen wir ja noch schauen, ob uns denn wenigstens der Ausweichplatz am architektonisch cool gestalteten Hindsgavl Naturcenter haben will. Wenige Minuten später steht fest: Hier können wir bleiben. Wir nutzen die Gelegenheit zu einem Spaziergang  – erst auf das begehbare Dach, dann zum Bridgewalking-Sammelplatz. Dort unterhalten wir uns ein wenig mit der Mitarbeiterin, die dort noch ein bisschen aufräumt, nachdem sich die letzte Gruppe des Tages in Montur geworfen und zum Erklimmen der Brücke aufgemacht hat. Wir lassen uns den Weg durch den kleinen Wald zur Brücke erklären, denn wir wollen dabei gern zugucken. Vor Ort geben Erklärtafeln Einblick in die Geschichte des Bauwerks. Währenddessen kraxelt die Brückengruppe schon die ersten Stufen hoch zu den Revisionsstegen. Scheint auch für normalfitte Menschen ohne große Klettererfahrung machbar. Kann man sich mal für die Zukunft merken. Für dieses Mal aber begnügen wir uns mit der herrlichen Aussicht über den Kleinen Belt vom „Erdgeschoss“ der Brücke aus.

 

Kurz-Info Bridgewalking
Dauer: rund zwei Stunden (inklusive Sicherheitseinweisung und Einkleiden)
Früheste Tour: 10 Uhr
Sprachen: Dänisch, Englisch, Deutsch
Preis: 345 Kronen pro Person (Erwachsene), 265 Kronen (Kinder)
Online-Buchung: bridgewalking.dk

 

Tag 2 – Mittwoch, 20. Mai
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Öffnungszeiten Naturcenter Hindsgavl
Infogebäude: 10 bis 16/17 Uhr
Wildgehege: rund um die Uhr

Übernachtungsziel 1: Sjöboda Rastplats (E4), Traryd, am See (GPS 56.615446, 13.762696), mit WC-Häuschen und Entsorgungsstation für Chemietoilette

Übernachtungsziel 2: Vandalorum Rastplats, Skulpturvägen 2, Värnamo (GPS 57.163574, 14.067594), mit WC-Häuschen, Klokassetten-Ausguss und Wasserhahn (am besten Gießkanne benutzen), separates Abteil für Wohnmobile

 

Zum Einstieg in den Tag drehen wir eine schnelle Runde durch das Naturzentrum, das uns mehr über die Flora und Fauna der Gegend verrät – unter anderem, dass der sich hier in der Ostsee tummelnde Schweinswal auf Dänisch „Marsvin“ heißt. Also praktisch Meerschweinchen. Witzig! Danach warten andere Vierbeiner: die Rehe und das Dam- und Rotwild des Wildparks. Der ist frei zugänglich und besteht auf der einen Seite aus viel freier Fläche, durchzogen von einigen längeren Spazier- und Jogging-Wegen Richtung Schloss oder Richtung Ort (=Middelfart) . Auf der anderen Seite erstreckt sich ein verwunschener Wald. Uns zieht es zum Schloss, das heute Hotel ist, und zum schmucken Küchengarten. Und tatsächlich lassen sich unterwegs immer wieder Rehe und wachsame Hirschkühe blicken. Der Nachwuchs will schließlich beschützt sein. Rechtzeitig vor dem nächsten Wolkenbruch sind wir wieder zurück beim T-Rex. Und der ist bereit für die Weiterfahrt. Bei fortgesetzem Schmuddelwetter geht es schnurstracks über Mautbrücke 1  (Großer Belt) und Mautbrücke 2 (Öresund). Heja Sverige! Doch auch hier ist das Wetter nicht besser. Da können wir genauso gut weiter Kilometer machen, damit wir später mehr Zeit am Siljansee haben. Dann ist auch schon 18 Uhr und Zeit für die Quartiersuche. Der Rastplatz Sjöboda an der E4 hat zwar einen ganz netten Seeblick, ist aber schon von mehr Lkw zugestellt als „gesund“ ist. Also hängen wir noch eine Dreiviertelstunde Fahrt an bis kurz vor Värnamo. Dort liegt zwischen weiten Feldern das Vandalorum, modern entworfen nach Art der hiesigen Scheunen als Zentrum für Kunst und Design der Gegenwart, eingeweiht 2011.  Für uns aber gerade noch besser: Ein paar 100 Meter befindet sich ein Rastplatz, der wie für uns geschnitzt ist. Mit womo-tauglichen langen Stellflächen (wir ergattern eine mit freiem Blick aufs grüne Feld samt Bauernhof) und komplett abgetrennt vom Lkw-Bereich, der dazu noch schön weit weg liegt. Dazwischen, als zusätzlicher Raumtrenner: ein Extrakomfort-Toilettenhäuschen, das nicht nur ein Abteil für „Latrintömning“ hat, sondern auch einen Trinkwasserhahn. Perfekt!

 

Tag 3 – Donnerstag, 21. Mai
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Kurz-Info Vandalorum, Skulpturvägen 2, Värnamo

Geöffnet: Montag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr (Juni-August), 10 bis 16 Uhr (September-Oktober / März bis Mai), Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr (November-Februar)

Eintritt: 130 skr (Erwachsene), 110 skr (Studenten), Kinder (bis 18) gratis

Freier Zugang zu Garten, Shop und Restaurant

Zwischenstopp 1: Kavat Outlet, Skofabriken Kumla, Radiogatan 2, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr

Zwischenstopp 2: Kopparberg, Parkplatz hinterm ICA (GPS 59.8748362 14.9958440)

Übernachtungsziel 1: Hüttenruine Klenshyttan (GPS N60°06’06.2″ E15°05’54.2″)

Übernachtungsziel 2: Badeplatz Dammsjön (GPS N60°06’03.5″ E15°06’14.0″)

 

Unser heutiger Morgen beginnt mit einem guten Frühstück – auch für den T-Rex (=eine Runde Wasserzapfen). Dann parken wir um, auf den Parkplatz am Vandalorum, wo es einen komfortablen Randstreifen für Besucherbusse und unser Womo gibt (und auf dem man nachts natürlich nicht stehen bleiben darf). Uns lockt der Garten, der vor noch gar nicht allzu langer Zeit vom niederländischen Stargärtner Piet Oudolf geplant und von vielen Ehrenamtlichen bepflanzt wurde. Im Foyer des Museums laufen einige Filme zur Entstehung und zur Zusammenarbeit mit Oudolf, der übrigens auch die New Yorker High Line geplant – eine Parkanlage auf einer ehemaligen Hochbahnstrecke. Das Zentrum selbst schenken wir uns. Hätten wir es jedoch früh genug gecheckt, dass wir mit unseren Öresundsbrücken-Mautbox-Kontrakt Zugriff auf verschiedene Rabattcoupons im Internet gehabt hätten (Club BroPas), wären wir vielleicht doch in die Ausstellung gegangen. Zwei Tickets zum Preis von einem ist ja doch ein schönes Angebot. Aber: hätte-hätte-Fahrradkette! So bleibt es beim Lustwandeln zwischen ein paar lustigen Skulpturen im Garten, wo im Mai immer noch die Tulpen blühen, und durch den (natürlich design-lastigen) Museumsshop. Auch schön! Doch dann haben die Wolken keine Lust mehr, dichtzuhalten. Was folgt, ist ein Wolkenbruch erster Güte, der auch gar nicht wieder aufhören will. Zeit, die Zelte abzubrechen und weiterzuziehen. Je weiter nördlich wir kommen, desto mehr klart es auf. Bei Kumla steht trotzdem erst mal eine Indoor-Aktivität af dem Programm: Schuhe-Schnüstern im Kavat-Fabrikshop. Tatsächlich stolpern wir dort über ein Angebot,  das wir nicht ablehnen können. Mit aufgestocktem Fundus reisen wir weiter – der Sonne entgegen. In Kopparberg legen wir einen frühabendlichen Zwischenstopp ein. Wir haben gehört, dass der Ortskern der alten Grubensiedlung ganz schön schnuckelig sein soll. Wir parken hinter dem örtlichen ICA-Supermarkt und spazieren Richtung Tingshus (ursprünglich von 1642) und Festplatz, wo schon (aber noch ungeschmückt) die Maistange für das im Juni bevorstehende Mittsommerfest parat steht und ein selbst designtes Sonderverkehrsschild vor freilaufenden Mährobotern warnt. Tatsächlich ist es richtig hübsch hier. Und ein knuffiges Holzhäuschen reiht sich ans nächste. Darüber thront der Friedhof samt schmucker Holzkirche (Ljusnarsbergskyrka) – natürlich in Schwedenrot, allerdings mit orangegelben Fensterrahmen anstatt der sonst üblichen weißen. Wir umkreisen das imposante Bauwerk von 1635, dem Ende des 19. Jahrhunderts innen noch mal ordentlich Wikinger-Romantik hinzugefügt wurde. Normalerweise wäre sie um diese Zeit zugesperrt. Doch wir haben Glück. Der Gemeindechor hat Probe beziehungsweise gerade Pause, die einige Mitglieder draußen vor der Tür verbringen. Weil wir so interessiert gucken, dürfen wir hinein und werden auch hier gleich ins Gespräch verwickelt. So erfahren wir gleich, dass der Küster, der hier gerade das Technikpult bedient, ein ausgewanderter Deutscher ist. Auch eine nach Dalarna „emigrierte“ Stockholmerin freut sich, ihre Sprachkenntnisse anbringen zu können. So erfahren wir, dass für ein Konzert am kommenden Sonntag geprobt und gleich noch eine Solistin zum Einsatz kommen wird. Das sollten wir uns unbedingt noch anhören. Wir freuen uns, bewundern in der Zwischenzeit das wunderschöne Kirchenschiff und die ausgestellten historischen Schätze und suchen uns dann ein günstiges Plätzchen, von dem aus wir dann später ohne groß zu stören raushuschen können. Davor gibt es aber erst mal eine große Portion gute Laune mit Musicalmelodien aus „Cabaret“, „Mary Poppins“, „The Sound of Music“ und dazwischen noch was Schwedisches. Hach! Unser ganz persönlicher „Wie im Himmel“-Moment. Cineasten wissen, was gemeint ist. Leider können wir nicht bis zum Ende bleiben. Es muss ja noch ein Schlafplatz her, und den wollen wir mehr im Grünen suchen. Ein erster Anlauf führt uns auf den Wander-Parkplatz an der recht gut erhaltenen Hüttenruine Klenshyttan inklusive Bachlauf, wo bis 1920 Roheisen hergestellt wurde. Lauschig, aber nach unserer Entdeckungsrunde testen wir noch eine Alternative fast gleich um die Ecke – den Parkplatz an der Badewiese des Dammsjö. Ein schwedisches Wohnmobil hat sich dort schon eingemuckelt. Aber für uns ist auch noch Platz am See. Und der Abendhimmel lässt zur Krönung ordentlich die Farben spielen. Besser geht’s nicht.

 

 

Tag 4 – Freitag, 22. Mai
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Zwischenstopp 1: Ludvika, stadtnaher Parkplatz Kajvägen 13 (GPS 60.151306 15.182517)

Zwischenstopp 2: Avesta, Rastplats Dalahästen mit Haglöfs Outlet, Grill und Co. (GPS 60.1525936 16.2001036)

Übernachtungsziel: Stora Skedvi Knäckebröd-Bageri, Hofladen und Café-Restaurant, Landsvägen 38 (GPS 60.403149 15.810555), Di-Fr 10-18, Sa 10-16, Parkplatz mit naher Müll-Sortierstation

 

Wenn man schon einen See samt Picknick-Tisch direkt vor der Nase hat, gibt’s nur eine Option:  draußen frühstücken! Das tun wir ausgiebig, während im Hintergrund die Vögelchen zwitschern, was die Kehle hergibt. Hach, wat schön! Da mag man sich gar nicht richtig trennen. Aber wir wollen ja noch mehr von der Gegend sehen. Also, ab ins etwa zehn Minuten entfernte Ludvika. Einen stadtnahen Parkplatz finden wir am Kajvägen, der sogar noch dichter am Wasser liegt: am Väsman-See. Die kleine, aber feine Uferpromenade sparen wir uns für später auf. Erst einmal schlendern wir vorbei am Minigolfplatz und schlagen den Bogen über die Brücke Richtung Ludvika Ulrika Kirche, wandeln ein bisschen durchs Grüne, bevor wir zur Innenstadt abbiegen. Wir kommen aber nicht weit. Biggans Loppis fordert unsere Aufmerksamkeit, ein Flohmarkt-Laden mit Kaffeeklön-Treffpunkt für Alleinstehende. Das Teil ist echt ’ne Tardis, von innen viel größer samt Keller-Abteil. Eine echte Zeitreise durch das Schweden vergangener Jahrzehnte. Wir bekämpfen aber unseren Haben-Wollen-Drang. Schließlich hat die Reise gerade erst angefangen, und wir wollen den T-Rex ja nicht jetzt schon mit Mitbringseln zustopfen. Obwohl: Im Zentrum in der Engelbrektsgatan 10 lockt der Globe Bokhandel mit tüchtig Lesestoff. Der letzte Teil von Fredrik Backmans Björnstad-Eishockey-Trilogie muss mit! Dann gehen wir noch ein bisschen Dalapferdchen jagen. Eine graue Variante im Minipony-Format markiert quasi als Prellbock die Fußgängerzone. Die künstlerisch wildere Fassung findet sich als Wandmalerei n der Storgatan 11 (Garvarns Torg). Und dazwischen pflastern Verse des  1920 gestorbenen Lokalpoeten Dan Andersson (der nebenbei Schwedens bedeutendster Arbeiterdichter war) sowie eine ziemlich auf Krawall gebürstete Luchs-Skulptur unseren Weg. Dazu zwei Konditoreien. Aber wir bleiben standhaft, überqueren die Gleise über den Hochtunnel für Fußgänger und Radfahrer und landen wieder an der Seeuferpromenade. Im T-Rex noch eben was futtern, dann geht es ein Stündchen ostwärts, nach Avesta. Dort steht das größte Dalapferd der Welt. Vor seinen Nüstern: der vom Schweden-Hüpfer Armand Duplantis gehaltene Weltrekord im Stabhochsprung. Und selbst der nimmt sich dagegen winzig aus. Um das rote „Riesenviech“ herum finden sich ein Raststätten-Bräter und einige Sport- und Outdoor-Outlets und ein Biltema. Also heißt es noch ein bisschen Schnüstern und Hotdog-Futtern vor der Weiterfahrt. Da das nahe Wisentgehege leider noch nicht wieder für die Saison geöffnet hat, haben wir dort auch keinen Zugang zum Besucherparkplatz, der sich vielleicht zum Übernachten geeignet hätte. Daher hängen wir noch mal eine halbe Stunde Autofahrt dran und versuchen unser Glück in Stoda Skedvi. Der Ort hat außer einer Kirche, einer Pizzeria und gut 2200 Einwohnern vor allem eines zu bieten: die Holzofen-Knäckebrot-Bäckerei Skedvi Bröd mit kombiniertem Hof- und Delikatessladen, Restaurant, Gärtnerei, Gartencafé und allem Möglichen für Haus und Garten, draußen präsentiert in umfunktionierten Schiffscontainern. Ein wahres Paradies, das an diesem Freitagabend sogar noch geöffnet zu haben scheint. Obwohl keinerlei Personal im Ladenbereich zu entdecken ist – nur ein Schild: Einkäufe bitte ganz hinten im Restaurant bezahlen. Was für ein Vertrauen! Wir belassen es aber bei einer ersten Guckrunde, denn wir haben ja noch den nächsten Morgen. Der Parkplatz dieser Schlemmer- und Schöne-Dinge-Oase wird nämlich unser heutiges Nachtquartier.

 

Tag 5 – Samstag, 23. Mai
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Zwischenstopp 1: Örnässtugan, historische Sehenswürdigkeit mit Gustav-Wasa-Bezug (GPS N60°30’27.6″ E15°33’08.8″), Café (wie das Museum erst ab Juni geöffnet, Mi-So 11-18), Museum nur mit Führung (180 kr pro Person)

Zwischenstopp 2: Tankstelle OkQ8 Falun, Gruvgatan 19, Grauwasser-Entsorgung und Frischwasser

Zwischenstopp 3: Sundborn Kyrka, Kyrkvägen 16, „Carl-Larsson-Kirche“ (GPS 60.6563443 15.7809927), Öffnungszeiten Kirche: 1. Mai-31. Juli werktags 10-20 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr, im August täglich 10-18 Uhr

Zwischenstopp 4: Rastplats Rällsjön, Latrintömning (GPS 60.773217 15.316606)

Übernachtungsziel: Falun, Stångtjärn Badeplatz (GPS N60°37’49.9″ E15°33’25.7″)

 

Unser erstes Ziel des Tages ist ein Ort, den wahrscheinlich jeder Schwede einmal in seinem Leben besuchen sollte. Denn hier wurde eine entscheidende Stellschraube für die spätere Unabhängigkeit Schwedens von Dänemark gestellt. Der aus dänischer Gefangenschaft entflohene Jungadelige Gustav Wasa (damals noch Eriksson) wollte 1521 in Dalarna erfahrene Kämpfer für den Aufstand gegen Christian II. um sich scharen. Das gestaltete sich zunächst zäh, und er musste weiter Richtung Norwegen flüchten. In Örnässtugan (heute Schwedens bestbewahrtes nicht kirchliches Holzgebäude aus dem Spätmittelalter) fand er Unterschlupf vor den Häschern des Okkupators. Und das wurde zu einer ganz engen Kiste. Aber versteckt im Heu entging Gustav dem sicheren Tod und konnte seine Flucht auf Skiern fortsetzen. Ganz bis Norwegen kam er aber nicht. Denn aufgerüttelt durch das zwischenzeitlich von Christian II. angerichtete Stockholmer Blutbad (bei dem auch Gustav Wasas Vater zusammen mit weiteren Reichsräten hingerichtet wurde), schickten die Regionalhäuptlinge Dalarnas ihre zwei besten Skifahrer los, um Gustav Wasa zurückzuholen. Der historische Vorläufer des heutigen Wasalaufs von Sälen nach Mora. Und auch der Widerstandskampf, der immerhin zwei Jahre dauerte, war am Ende aus schwedischer Sicht erfolgreich. Gern hätten wir daher auch mal ins Innere der imposanten „Hütte“ geschaut. Doch Saison ist erst ab Mitte Juni. Also begnügen wir uns mit dem auch sehr schönen Äußeren und das in grüner Exklusivlage am See. Weiter geht es dann Richtung Falun, wo wir aber erst mal nur einen Ver- und Entsorgungsstopp an der OkQ8- Tanke einlegen, um dann gleich weiter nach Sundborn zu fahren. Dort hatten sich in den 1880ern der Maler Carl Larsson (richtig, der von den Apotheken-Kalendern!) und seine Frau Karin (als Designerin aktiv) angesiedelt. Ihr Häuschen Lilla Hyttnäs wurde durch die Bilder Larssons weltberühmt. Heute ist es zusammen mit dem Garten Museum – und der Eintritt ziemlich teuer. Wir wählen die Light-Variante und besuchen im – auch insgesamt schnuckeligen – Sundborn die kreuzförmig errichtete Holzkirche von 1755. Denn auch ihr Interieur hat Carl Larsson gestaltet: schön hell – mit Engeln – und einer interessanten Darstellung von Johannes dem Täufer. Auf dem Friedhof dahinter befindet sich das Familiengrab, dem wir natürlich auch noch einen Besuch abstatten. Nach dem Lustwandeln im Grünen müssen wir uns wieder ein bisschen um den T-Rex kümmern. Der Rastplatz Rällsjön an der 69 bei Bjursãs bietet die nötige „Latrintöming“ für die Rollkassette. Nun sind wir bereit fürs Abendquartier, auch wenn erst Nachmittag ist. Wir probieren es am Wanderparkplatz beim See Stångtjärn vor den Toren von Falun. Und…. Volltreffer! Wir stehen ruhig, obwohl Bade-, Angel- und Joggingbetrieb herrscht. Aber das verteilt sich. Und auch abends bringt die Sonne das Wasser noch so zum Glitzern, dass wir – als der Betrieb abebbt – selbst noch eine erfrischende Schwimmrunde einlegen können. Ein perfekter Ausklang für diesen Tag.

 

Tag 6 – Sonntag, 24. Mai
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Zwischenstopp 1: Wanderparkplatz bei den beiden Sprungtürmen/Hoppbackarna von Falun (GPS N60°37’16.3″ E15°39’59.9″)

Zwischenstopp 2: Hosjö Kyrka, Kyrkvägen 7A, Falun (GPS 60.592037 15.759985), Ausweich-Parkpkatz am neuen Friedhof (GPS 60.591160 15.766274), Öffnungszeiten Kirche (außerhalb des Gottesdienstes): Mo-Do 9-15 Uhr, Fr 9-13 Uhr

Zwischenstopp 3: Falu Kristina Kyrka, Kristinegatan 13, Falun; Parkplatz Gamla Posten sonntags gratis (GPS 60.608883 15.630676), Öffnungszeiten Kirche: täglich 10-16 Uhr

Übernachtungsziel: Badeplatz Stångtjärn (siehe Tag 5)

 

Heute ist Pfingstsonntag, und wir haben uns ordentlich Programm vorgenommen. Aber wir starten gemütlich  – mit einem Pfannkuchen- Frühstück. Das muss anschließend verteilt werden, als wandern wir einmal rund um den von Wald umringten See, immerhin zwei Kilometer. Gartensänger und Buchfinken zwitschern dazu. Am Mittag wechseln wir den Standplatz und nehmen Kurs aufs Stadtgebiet von Falun. Doch auch dort zieht es uns ins Grüne. Dazu müssen wir bergauf – zum Wanderparkplatz bei den beiden Sprungtürmen. Wir stellen fest: Auch hier könnte man gut übernachten. Für den Ausguck hinunter auf die Stadt müssen wir allerdings noch ein paar Schritte laufen – auf die andere Seite der Kuppe. Uns empfängt eine echt tolle Sicht, die man von den obligatorischen Picknickbänken aus erst einmal in Ruhe auf sich wirken lassen sollte. So schön! Auch ohne Schnee und Skispringen! Im Moment ist hier aber natürlich anderer Sport angesagt. Rechts von uns liegen mehrere Einstiegstore zu verschieden schweren Mountainbike-Trails. Links der beiden Türme spuckt die vollautomatisch-unbemannte Bergbahn entsprechend immer wieder Mountainbiker aus, die nicht genug von der Abfahrt bekommen können. Wir dagegen genießen das Panorama und später eine Kanne Tee mit Wiener Bröd im T-Rex. Aber wir haben ja noch ein Pfingstprogramm vor uns. Der Veranstaltungskalender von Falun im Internet hat uns verraten, dass am Nachmittag im Ortsteil Hosjö eine Volkstanzmesse in der Dorfkirche stattfindet. Das wollen wir uns doch mal näher ansehen. Ohne große Vorstellungen davon, was uns da wohl erwartet, steuern wir den T-Rex bis vor die schmucke rote Holzkirche und finden – obwohl schon viele Besucher mit dem Auto da sind – tatsächlich noch einen Stehplatz am Rand einer kleinen Wiese fast direkt davor. Glück muss man haben. In der Kirche bekommen wir ein extra gedrucktes Programmheft mit dem Ablauf, Noten, Lied- und Gebetstexten in die Hand gedrückt. Aha, Mitsingen ist also erwünscht. Das wird spannend, denn keines der Lieder sagt uns was  – dabei gibt es in den deutschen Gesangbüchern ja durchaus auch das eine oder andere schwedische Kirchenlied, zwar eingedeutscht, aber immerhin. Hier aber haben wir völliges Neuland vor uns. „Träd in i dansen“ ist das Ganze überschrieben: Tritt ein im Tanz! Und genau so beginnt die Messe auch  – mit einer Volkstanzgruppe in Tracht, die hinter der Pastorin her und zu den Klängen einer Spielmannskapelle im schwungvollen Takt in die Kirche kreiselt. Auch zwischendurch gibt es Tanzeinlagen gemischt mit Schweden-Folk und Chorgesang, eingebettet in die Liturgie des Gottesdienst. Echt schön fügt sich das alles zusammen,und wir geben unser Bestes, beim Singen mitzuhalten  – auch beim abschließenden „Dai-jadi-dai“, zu dem es tanzend wieder nach draußen geht. Aber noch ist unser Pfingstprogramm nicht zu Ende. Um 18 Uhr heißt es „Välkommen sköna pingst“ in der Hauptkirche Faluns, der Kristine Kyrka. Wir sind frühzeitig da, können uns einen Platz recht weit vorne sichern und vor dem Konzert den Blick noch ein bisschen schweifen lassen. Allerdings stammt nur noch weniges vom Interieur aus der Zeit, als die Kirche erbaut wurde (Mitte des 17. Jahrhunderts). Kanzel und Altarbild gehören dazu, nicht aber die große Orgel auf der Empore.  Die wurde mehrfach ausgetauscht, zuletzt 1906. Aber dann geht es auch schon los. Der Chor – diesmal im klassischen Gewand – spielt noch einmal in einer ganz anderen Liga als die bisherigen auf dieser Reise.

 

Tag 7 – Montag, 25. Mai
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Tag 8 – Dienstag, 26. Mai
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Tag 9 – Mittwoch, 27. Mai
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Tag 10 – Donnerstag, 28. Mai
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Tag 11 – Freitag, 29. Mai
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Tag 12 – Samstag, 30. Mai
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Tag 13 – Sonntag, 31. Mai
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Tag 14 – Montag, 1. Juni
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Tag 15 – Dienstag, 2. Juni
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Tag 16 – Mittwoch, 3. Juni
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Tag 17 – Donnerstag, 4. Juni
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Tag 18 – Freitag, 5. Juni
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Tag 19 – Samstag, 6. Juni
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Tag 20 – Sonntag, 7. Juni
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Das war’s leider schon wieder
gesamt+profil

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